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Int. Tag für ältere Menschen: Venenexperten entwickeln schonende Behandlungsmethode

25.09.2017

Krampfadern gehören zu den Volkskrankheiten. Die Risiken einer Operation schrecken viele Menschen davor ab, sich behandeln zu lassen. Vor allem ältere Patienten, schieben die Behandlung so lange wie möglich heraus. Doch Vorsicht, bei Krampfadern oder Venenentzündungen lauert die Gefahr einer Thrombose.  „Ältere Menschen müssen das besonders ernst nehmen. Denn kommt es zu einer  Bettlägerigkeit, z. B. bei einer Hüft- oder Knieoperation,  ist die Thrombosegefahr  um ein vielfaches höher“, sagt Andrea Nickolai, Verwaltungsdirektorin der Capio Schlossklinik Abtsee. Ihr Anliegen ist es, dass Menschen mit Venenerkrankungen auch im Alter Mobilität und beste Lebensqualität genießen könnten.

Die Venenexperten der Capio Schlossklinik Abtsee operieren ältere Menschen nach einer neuen Methode: „Die neue Methode beruht auf der Perfektionierung eines bekannten Prinzips. Zum einen wird in Tumeszenz-Lokalanästhesie operiert, das ist eine Weiterentwicklung der bekannten örtlichen Betäubung, also keine Vollnarkose; zum anderen wird äußerst gewebeschonend in sukzessiver Verfahrensweise, d. h. in mehreren Etappen, vorgegangen", erklärt Chefarzt Dr. med. Michael Gerstorfer. Dieses schonende Verfahren wurde speziell für ältere Menschen entwickelt und wird bereits mit sehr guten Erfolgen eingesetzt. Der besondere Vorteil liegt darin, dass die jeweilige Menge des lokalen Betäubungsmittels für ältere Menschen ganz leicht verträglich ist. „Selbst bei Begleiterkrankungen können wir Venenerkrankungen schonend operieren“, so Chefarzt Dr. Gerstorfer.

Die Vereinten Nationen haben den 1. Oktober zum internationalen Tag für älteren Menschen erklärt.